Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

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Seminar

Besondere Netzwerke ermöglichen besondere Erkenntnisse: Das können die Hamburger Wirtschaftsjunioren bestätigen. Sie trafen sich auf der Dom-Insel Ratzeburg zu einem „Seminar in klösterlicher Atmosphäre"; nach einem Workshop bei der Hanseraum-Konferenz 2009 hatte Renate Fallbrüg vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt ein besonderes Seminar für Führungskräfte entwickelt. So ging es beim Thema „Was macht meinen Erfolg aus?" vor allem um die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit.

Zu Beginn galt es, ein tierisches Symbol für eigene Stärken und Schwächen zu finden. Anschließend folgte ein Katalog mit 90 Fragen zum alltäglichen Verhalten. „Gefragt ist Euer Wohnzimmer-Ich, nicht das Arbeits-Ich", erklärte Pastor Michael Kempkes, Organisations- und Personalentwickler beim evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Hamburg-Ost. „Da im Beruf zuweilen entgegen den eigenen Neigungen gehandelt werden muss, ist es wichtig, mit der Suche nach den Erfolgsfaktoren im Privatbereich anzufangen."

Das anschließende Gespräch mit dem Leiter des Pastoralkollegs Ratzeburg, Dr. Martin Vetter, beleuchtete die Bedeutung von „Erfolg" in der Fort- und Weiterbildung. In welchem Umbruch sich die Kirche befindet, wurde bei der spannenden Diskussion unter den Junioren deutlich. Dabei kamen Fragen auf wie zum Beispiel: Wie weit darf oder muss sich die Kirche mit den Prinzipien der Wirtschaft auseinandersetzen? Braucht es Qualitätsstandards etwa für Bestattungen? Hat Marketing etwas in der Kirche zu suchen?

Nur mit einem Teelicht in der Hand zogen die Junioren gen Mitternacht schweigend durch einen Kreuzgang in den stockdunklen Ratzeburger Dom ein. Perspektiven der besonderen Art eröffnen sich, während jeder allein seinen Weg durch die dunklen Winkel der Kirche geht", schildert Korinna Steffen, Sprecherin der Wirtschaftsjunioren Hamburg.

Am nächsten Morgen wurden die Ergebnisse des Persönlichkeitsprofils ausgewertet und weiter geschärft. Ein Bibliolog mit Pastor Michael Ellendorf, der eine Geschichte aus der Bibel vorlas und dazu Fragen aufwarf, verdeutlichte: Es gibt letztlich keine eindeutige Auflösung, wie die einzig „richtige" Deutung sein sollte. Aber es zeigte, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden und seine Persönlichkeit damit ins richtige Licht zu rücken.

Wirtschaftsjunioren Hamburg

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